Automatisierung & Wiedervorlage

Zwei Wege zum selben Ziel: dass kein Vorgang liegen bleibt, weil ihn niemand mehr auf dem Schirm hat. Die Wiedervorlage legst du selbst, sie gehört zu Basic. Die Regeln übernehmen es ohne dich und gehören zu Professional.

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Wiedervorlage am Ticket von Hand (Datum + Notiz, Filter Heute/Diese Woche/Überfällig)

Voraussetzung: Die Wiedervorlage sehen nur Bearbeiter und Administratoren. Im Ticket steht das auch so: „Only agents and administrators see this — the requester never does." Der Anfragende bekommt sie nie zu Gesicht.

Die Wiedervorlage steht im Ticket rechts in der Karte „Details", unterhalb der Fristen. Ist noch keine gesetzt, steht dort „No follow-up set." und die Schaltfläche „Set follow-up". Datum und Uhrzeit wählst du unter „Date and time". Darunter steht das Feld „Note (optional)" mit dem Platzhalter „Why is this coming back?" Danach heißen die Schaltflächen „Change" und „Remove".

Die Notiz ist der eigentliche Nutzen. Ein Datum allein sagt dir in zwei Wochen nicht mehr, warum das Ticket wieder auf dem Tisch liegt. Deshalb hängt die Notiz am Datum. Nimmst du den Termin weg, ist die Notiz mit weg. Eine Begründung ohne Termin bekäme niemand mehr zu Gesicht.

Über der Ticketliste steht die Zeile „Follow-up:" mit vier Schaltflächen: „No filter", „Today", „This week" und „Overdue". In der Liste selbst gibt es die Spalte „Follow-up". Sie steht bewusst nicht im eingeklappten Filterblock, denn es ist die Frage, mit der ein Bearbeiter den Tag beginnt.

„Overdue" schließt die heutigen mit ein. Sonst verschwände eine Wiedervorlage in dem Moment, in dem ihre Uhrzeit vorbei ist, also genau an dem Tag, an dem sie zählt.

Die Karte „Details" eines Tickets mit dem rot umrandeten Abschnitt „Follow-up", darin die Marke „Overdue", die Notiz und die Schaltflächen „Change" und „Remove".
Der Termin dieses Tickets liegt in der Vergangenheit, deshalb die rote Marke „Overdue". Die Notiz sagt, warum das Ticket wiederkommt.Bild in voller Größe öffnen
Die Ticketliste mit der rot umrandeten Zeile „Follow-up:" über der Tabelle und der ebenfalls umrandeten Spalte „Follow-up".
Drei Tickets auf dieser Seite tragen einen Termin. Die Schaltflächen darüber schränken die Liste auf heute, diese Woche oder überfällig ein.Bild in voller Größe öffnen
2

Zeitgesteuerte Regeln – reagieren auf das AUSBLEIBEN einer Handlung

Nur Professional

Voraussetzung: Eine neue Regel wird IMMER ausgeschaltet angelegt. Das gilt auch dann, wenn du sie über die Schnittstelle eingeschaltet anlegen willst. So läuft keine Regel im Moment des Anlegens über den gesamten Bestand. Eingeschaltet wird sie erst beim nächsten „Save".

Die Regeln stehen unter „Settings → Automation". Der Satz unter der Überschrift sagt, worum es geht: „Rules that act when nobody else does." Eine Regel gehört zu einem Team und arbeitet auf dessen Tickets. Oben wählst du unter „Team" aus, welche Regeln du gerade sehen willst.

Der Unterschied zu allem anderen im System: Diese Regeln reagieren nicht auf ein Ereignis, sondern auf sein AUSBLEIBEN. Seit drei Tagen keine Antwort des Anfragenden, seit einer Woche keine Bewegung, vor vier Stunden angelegt und immer noch niemandem zugewiesen. Es gibt keinen Klick, der so etwas auslöst. Genau deshalb fällt es auch niemandem auf.

Ein Hinweis mit grünem Haken oben sagt dir, dass geprüft wird: „The automation checks every minute. 2 of 6 rule(s) are enabled." Ist keine Regel eingeschaltet, steht dort stattdessen die Warnung „No rule is enabled. Nothing is being checked and tickets behave exactly as before." Dann passiert auch wirklich nichts.

Eine Regel sieht alle Tickets ihres Teams, egal wie viele es sind. In einem Durchlauf handelt sie an höchstens 500 davon. Der Rest folgt im nächsten Durchlauf.

Eine Regel, die aus war, holt nichts nach. Schaltest du sie wieder ein, handelt sie nicht an dem, was in der Pause fällig wurde. Regeln ohne Zeitbedingung sind die Ausnahme, sie holen nach. Beim ersten Einschalten handelt eine Regel an allem, was ihre Vorschau zeigt.

Der Kopf der Seite „Automation" mit dem rot umrandeten Hinweis zum Prüftakt, dem Team-Filter und der Schaltfläche „Add rule".
Sechs Regeln liegen hier, zwei davon laufen. Die vier mitgelieferten Beispiele stehen darunter auf derselben Seite, alle ausgeschaltet.Bild in voller Größe öffnen
3

Regelbaukasten WANN/WENN/DANN mit mitlaufendem Klartextsatz

Nur Professional

Eine Regel besteht aus drei Blöcken. „WHEN" ist das Ausbleiben, auf das reagiert wird („Something has not happened for a while. This is what the automation reacts to."). „IF" schränkt ein, für welche Tickets das gilt („Which tickets it applies to."). Eingeschränkt wird nach Status, Priorität, Team, Kategorie, Bearbeiter oder Bewertung. „THEN" ist, was geschieht.

Über den Blöcken steht die Regel als ganzer Satz, und er schreibt sich bei jeder Änderung neu: „When a ticket has seen no activity for more than 5 minutes and has the priority „High", then set a follow-up in 4 hours." Fehlt einer Regel noch etwas, sagt der Satz das an dieser Stelle statt es zu verschweigen.

Im Block „IF" entscheidest du außerdem, wie die Bedingungen zusammenwirken: „All conditions must apply" oder „Any condition is enough". Der Satz darüber ändert dabei seinen Bau. Mit „and" behauptete er sonst das Gegenteil dessen, was die Regel tut.

Zwei Felder steuern das Zusammenspiel mehrerer Regeln: „Order" legt die Reihenfolge fest, und der Schalter „Skip the following rules for a ticket this rule applies to" hält für ein Ticket, auf das diese Regel zutrifft, alle nachfolgenden an.

Eine neue Regel beginnt im Block „WHEN" mit der Zeitbedingung „Time without any activity" „longer than" 3 „days". Ändere oder entferne sie, wenn deine Regel etwas anderes braucht.

Mehr dazu in der Karte: Eine schlechte Bewertung als Auslöser

Eine Regel mit dem rot umrandeten Klartextsatz darüber und den drei Blöcken WHEN, IF und THEN darunter.
Derselbe Inhalt zweimal: einmal als Formular, einmal als Satz. Wer den Satz liest, merkt sofort, wenn er etwas anderes eingestellt hat, als er meinte.Bild in voller Größe öffnen
4

Vier mitgelieferte Beispielregeln (bei der Installation deaktiviert, können nach Belieben aktiviert werden)

Nur Professional

Jede Installation bringt vier Regeln mit: „Example: remind the requester after 3 business days", „Example: close after 10 days without a reply", „Example: raise the priority of unassigned tickets" und „Example: follow up on tickets nobody touched for a week". Sie stehen untereinander auf der Seite „Automation".

Alle vier sind ausgeschaltet. An jeder steht die Marke „Off" und „Last run: never". Sie sind ein Startpunkt zum Lesen und Umbauen, kein Verhalten, das dir jemand untergeschoben hat. Du kannst sie umbenennen, ändern, einschalten oder löschen.

Sie gelten außerdem für „Every team". Das ist die einzige Stelle im System, an der das ohne ausdrückliche Wahl entsteht. Wenn du eine davon einschaltest, sieh also zuerst nach, ob sie wirklich für alle deine Teams gedacht ist.

Die erste der vier Beispielregeln mit der rot umrandeten Marke „Off", dem Namen und dem Klartextsatz.
So sieht die erste aus. Die anderen drei stehen darunter auf derselben Seite und sind ebenfalls aus. „Every team" heißt: Sie würde für jedes deiner Teams gelten.Bild in voller Größe öffnen
5

Vorschau vor dem Aktivieren: zeigt, welche Tickets die Regel gerade betreffen würde – ohne etwas zu ändern

Nur Professional

Unter jeder Regel steht die Schaltfläche „Which tickets would this affect?" Ein Klick darauf zeigt die Liste „Tickets this rule would affect right now". Darin stehen die Tickets, auf die die Regel in diesem Moment zutrifft, mit Nummer und Titel.

Darunter steht, was die Vorschau nicht tut: „The preview only reads. It changes nothing and writes no log entry. Unsaved changes are not included." Der letzte Halbsatz ist wichtig: Die Vorschau rechnet mit dem gespeicherten Stand, nicht mit dem, was gerade im Formular steht.

Trifft die Regel gerade auf nichts zu, sagt sie das ebenfalls: „No ticket matches this rule right now." Das ist die Antwort, die du vor dem Einschalten sehen willst und nicht erst danach an den Tickets deiner Kunden.

Die aufgeklappte Vorschau einer Regel mit der Überschrift „Tickets this rule would affect right now", zwei Tickets und dem rot umrandeten Hinweis, dass die Vorschau nur liest.
Zwei Tickets würde diese Regel gerade anfassen. Der Hinweis darunter sagt, dass beim Klick auf die Schaltfläche nichts davon passiert ist.Bild in voller Größe öffnen
6

Aktionen: E-Mail, Status, Priorität, zuweisen, an ein anderes Team abgeben, Wiedervorlage

Nur Professional

Voraussetzung: Die Aktion „Send an e-mail" verschickt über denselben Mailkanal wie der Rest des Systems. Ohne eingerichteten Postausgang passiert nichts. In einer Basic-Installation gibt es diesen Kanal gar nicht. Im Verlauf steht die Mail nur, wenn sie wirklich hinausging. Sonst steht der Lauf im Protokoll der Regel auf „Failed", mit dem Grund.

Im Block „THEN" wählst du aus sieben Aktionen: „Send an e-mail", „Set the status", „Set the priority", „Assign to a user", „Remove the assignee", „Hand over to another team" und „Set a follow-up". Mit „Add action" kommen weitere dazu. Jede hat einen eigenen Schalter „Active". Du kannst also eine einzelne stilllegen, ohne die ganze Regel auszuschalten.

Bei „Send an e-mail" wählst du die Empfänger einzeln an: „the requester", „the assignee", „the observers" und „a fixed address". Die letzte hat ein eigenes Feld für die Adresse. Bei „Set a follow-up" gibst du eine Zahl, eine Einheit und die Notiz an, die später im Ticket steht.

Bei „Hand over to another team" steht der Hinweis gleich darunter: „The ticket moves to that team and the current assignee is cleared. No second ticket is created." Es entsteht also kein Duplikat. Derselbe Vorgang wechselt den Zuständigen.

Eine Regel kann kein Ticket schließen, das auf eine Genehmigung wartet. Eine Sammelstörung mit offenen Meldungen schließt sie ebenso wenig.

Der Block „THEN" einer Regel mit dem rot umrandeten Auswahlfeld der Aktion und den Feldern für Zahl, Einheit und Notiz der Wiedervorlage.
Eine Aktion mit ihrem Beiwerk: „Set a follow-up", 4 „hours", dazu die Notiz, die der Bearbeiter später im Ticket liest.Bild in voller Größe öffnen
7

Zeitspannen je Bedingung wählbar: in Geschäftsstunden und -tagen nach dem Kalender des Teams – oder durchlaufend rund um die Uhr

Nur Professional

Jede Zeitbedingung im Block „WHEN" besteht aus drei Teilen: der Art, dem Vergleich „longer than" und einer Zahl mit Einheit. Zur Auswahl stehen fünf Arten: „Time since the ticket was created", „Time without any activity", „Time without a reply from the requester", „Time without a public reply from an agent" und „Time without a status change".

Die Einheit entscheidet je Bedingung einzeln, wie gerechnet wird. „minutes", „hours" und „days" laufen durch, auch nachts und am Wochenende. „business minutes", „business hours" und „business days" rechnen nach dem Geschäftszeiten-Kalender des Teams, zählen also nur, was in den Öffnungszeiten liegt.

Der Unterschied ist im Alltag groß: Drei Tage sind drei Tage, drei Geschäftstage sind bei einer Mo–Fr-Woche von Donnerstag aus gerechnet der folgende Dienstag. Ein Geschäftstag ist ein Arbeitstag im Kalender des Teams, dem das Ticket gehört. Das gilt auch für eine Regel für „Every team". Feiertage zählen nicht. Beginnt die Zeit außerhalb der Öffnungszeiten, zählt sie ab dem nächsten Arbeitsbeginn. Die Aktion „Set a follow-up" rechnet „business days" genauso.

Eine Zeitbedingung im Block „WHEN" mit rot umrandeter Zahl und Einheit, dahinter die Auswahl der Bedingungsart.
Diese Bedingung rechnet in „business days": drei Geschäftstage nach dem Kalender des Teams, nicht drei Kalendertage.Bild in voller Größe öffnen
8

Protokoll je Regel + Regelname als Urheber im Ticket-Verlauf

Nur Professional

Unter jeder Regel steht die Schaltfläche „Log". Sie öffnet die Tabelle „What this rule did" mit einer Zeile je betroffenem Ticket: „When", „Ticket", „Cycle", „Result" und „Details". Unter „Details" steht, was genau getan wurde, etwa „Set a follow-up: 01.10.2026 22:36". Hat eine Regel noch nichts getan, sagt sie das: „This rule has not done anything yet."

Die Spalte „Cycle" ist der Grund, warum eine Regel dich nicht jede Minute erinnert. Auf ein Ticket wirkt sie einmal je Zyklus. Ein Zyklus endet erst, wenn die Regel auf das Ticket nicht mehr zutrifft. Antwortet der Kunde also und schweigt danach wieder, beginnt Zyklus 2 und die Regel greift erneut.

Im Ticket selbst steht die Regel als Urheber. Im Verlauf erscheint sie unter ihrem Namen mit dem Vorsatz „Automation:", etwa „Automation: High priority: bring it back to us". Damit ist an jedem Vorgang nachlesbar, ob ein Mensch oder eine Regel gehandelt hat, und wenn eine Regel, dann welche. Kunden sehen als Urheber „System" statt des Regelnamens.

In der Kopfzeile jeder Regel steht außerdem „Last run:" mit dem Zeitpunkt des letzten Durchlaufs, bei einer noch nie gelaufenen Regel „never".

Die aufgeklappte Tabelle „What this rule did" mit drei Zeilen und den rot umrandeten Spalten „Cycle" und „Details".
Drei Läufe an zwei Tickets. Am unbeantworteten Ticket #4 hat die Regel ein zweites Mal gegriffen, deshalb steht dort „2" in der Spalte „Cycle". Unter „Details" steht jeweils der gesetzte Wiedervorlage-Termin.Bild in voller Größe öffnen
Der Verlauf eines Tickets mit den beiden rot umrandeten Zeilen, deren Urheber „Automation: High priority: bring it back to us" ist.
Dasselbe Ereignis aus Sicht des Tickets: Termin und Notiz stehen als zwei Zeilen im Verlauf, mit der Regel als Urheber.Bild in voller Größe öffnen

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