SLA-Regeln mit Fristen für erste Antwort und Lösung
Nur ProfessionalVoraussetzung: Ohne aktive Regel misst das System nichts. Es gibt dann keine Frist, keine Spalte und keine Mail. Uhren entstehen bei der ANLAGE eines Tickets. Was vor dem Einschalten der Regel hereinkam, bekommt keine rückwirkende Frist. Das ist Absicht, sonst stünden am nächsten Morgen tausend Bestandstickets als überschritten da.
Fristen richtest du unter „Settings → SLA" ein. Die Seite sagt dir oben selbst, wenn keine Regel aktiv ist. Eine Regel besteht aus drei Teilen: einem Namen, den Bedingungen und den Zielen. Neue Regeln werden bewusst inaktiv angelegt. Du kannst sie in Ruhe fertig einstellen, bevor sie etwas bewirken.
Bedingungen sind „Team", „Priority", „Main category" und „Subcategory". Leer heißt „Any", also „gilt für alles" und nicht „gilt für nichts". Passen mehrere Regeln, gewinnt die mit der kleinsten Zahl unter „Order". Deshalb steht die enge Regel oben und die allgemeine darunter.
Die beiden Kategoriefelder sind nach Team gruppiert, weil Kategorien einem Team gehören. Angeboten werden dir trotzdem alle, auch die anderer Teams. Das ist Absicht: Bei einer Abgabe wandert das Ticket, die Kategorie nicht. Ein Ticket, das das Helpdesk an das Netzwerk-Team abgegeben hat, trägt weiterhin die Einordnung des Helpdesks, und eine Regel darf genau darauf zeigen. Wählst du eine Hauptkategorie, bietet dir das Feld darunter nur noch die Unterkategorien an, die mit ihr verknüpft sind. Ein Paar, das es am Ticket nicht geben kann, wird beim Speichern abgelehnt.
Jede Regel hat zwei Ziele. „Time to first response" endet mit der ersten öffentlichen Antwort eines Bearbeiters. Eine automatische Empfangsbestätigung und ein interner Kommentar zählen ausdrücklich nicht. „Time to resolution" endet, sobald das Ticket einen Status erreicht, der als gelöst gilt. Welcher das ist, legst du unter „Settings → General → Status" fest. Beide Ziele haben eigene Minuten, einen eigenen Kalender und eine eigene Reaktion auf die Überschreitung.
Am Ticket stehen die Fristen rechts in der Karte „Details", darunter „Show deadline history". Dieses Buch schreibt jeden Schritt mit: gestartet, pausiert, fortgesetzt, eingehalten, überschritten. Zu jedem Schritt stehen der Grund und die verbrauchte Arbeitszeit dabei. Das sehen nur Bearbeiter und Administratoren, für Kunden ist es nicht abrufbar.
Ändert später jemand Priorität oder Team, wechselt die Uhr auf die dann passende Regel. Die bisher verbrauchte Zeit wird noch mit dem alten Kalender abgerechnet, danach gelten die neuen Werte. Passt gar keine Regel mehr, endet die Uhr ohne Urteil. Sie zählt weder als eingehalten noch als überschritten.
Passte bei der Anlage keine Regel, startet die Uhr, sobald nach einer Änderung zum ersten Mal eine passt. Ein Beispiel ist eine höhere Priorität. Gezählt wird ab diesem Moment. Die Uhr für die erste Antwort startet nur, wenn noch niemand geantwortet hat.
Neue Uhren entstehen erst wieder, wenn ein Ticket wieder geöffnet wird. Andere Statuswechsel erzeugen keine neuen Uhren.









